Ortsumfahrung

Die Ortsdurchfahrt von Ortenberg stellte eine der am höchsten belasteten Ortsdurchfahrten im Ortenaukreis dar. Bereits 2005 betrug das Verkehrsaufkommen auf der L99 bis zu 17.100 Fahrzeuge pro Tag im nördlichen Teil und 12 500 Fahrzeuge pro Tag südlich der Einmündung der Kreisstraße nach Elgersweier. Diese hohe Verkehrsaufkommen bedeutet eine erhebliche Lärmbelästigung für die Anwohner und verhinderte bislang eine geordnete städtebauliche Entwicklung im Ortskernbereich. Außerdem ist die Verkehrssicherheit stark beeinträchtigt, betroffen sind vor allem Fußgänger und Radfahrer.

Bereits seit 1970 wurde der Bau einer Ortsumfahrung diskutiert, mit Datum vom 8. September 2008 hat das Regierungspräsidium Freiburg den Planfeststellungsbeschluss und damit die "Baugenehmigung" erlassen.

Die Verkehrsuntersuchung, die der Planfeststellung zugrunde liegt und auch die bereits fertig gestellte Nordspange Gengenbach berücksichtigt, prognostiziert eine Entlastung um 78 Prozent für den nördlichen und 62 Prozent  für den südlichen Ortsteil. Auch die Kreisstraße nach Elgersweier soll bis zum Knotenpunkt eine spürbare Entlastung erfahren. Auf der neuen Umgehungsstraße sind nach Einschätzung der Fachbehörden rund 21.000 Fahrzeuge pro Tag zu erwarten.

Die Kosten der Gesamtmaßnahme betragen ca. 9,4 Mil. EUR. Bauträger ist das Land Baden-Württemberg. Mit dem Bau wurde im Oktober 2010 begonnen, die Verkehrsfreigabe erfolgteam 2. Juni 2017.

Planunterlagen können Sie hier einsehen.

Am 2. Juni 2017 hat Regierungspräsidentin Bärbel die neue Teil-Ortsumfahrung von Ortenberg auf der L 99 frei gegeben. Die Umfahrung ist insgesamt etwa 1,5 Kilometer lang und kostet etwa 9,4 Millionen Euro....

... Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Das ist ein Tag der großen Freude für Ortenberg, denn damit geht ein lang gehegter Wunsch der Bevölkerung in Erfüllung. Laut Prognose wird die bisherige Ortsdurchfahrt bis zu 80 Prozent im nördlichen und bis zu 60 Prozent im südlichen Teil vom Verkehr entlastet. Für die Anwohnerinnen und Anwohner wird es damit deutlich leiser und sicherer, weil die Verkehrsbelastung deutlich abnimmt.“

Ortenbergs Bürgermeister Markus Vollmer: „Unser langes Warten hat nun ein Ende: Mit der Nordwestumfahrung verbessert sich die Verkehrssicherheit für unsere Radler und Fußgänger, aber auch die Wohnqualität im bisher am stärksten belasteten Teil der Ortsdurchfahrt erheblich. Wir sind zuversichtlich, dass sich diese Effekte im Zusammenspiel mit der bereits gebauten Gengenbacher Nordspange und dem Ausbau der B 33 aber auch im Bereich der südlichen Ortsdurchfahrt einstellen werden.“

Die Umfahrung beginnt am Kreisel zwischen Ortenberg und Offenburg im Bereich der Einmündung des Südrings. Sie schwenkt nach Südwesten bis zur Schwarzwaldbahn ab, verläuft unmittelbar daneben und wird mit einem Kreisel an die Kreisstraße nach Elgersweier angebunden. Um die Anwohnerinnen und Anwohner vom Lärm zu entlasten, werden eine 200 Meter lange Lärmschutzwand bei „Obere Steine“ und ein 350 Meter langer Lärmschutzwall zwischen Bruchstraße und Uhlgraben gebaut.